System & Roadmap

Vom Pilotprojekt in die Regelversorgung.

rare united ist als Stufenmodell angelegt: erst entwickeln, dann in der Praxis prüfen, dann skalieren. Jede Stufe muss belegen, dass der nächste Schritt gerechtfertigt ist.

Diese Seite richtet sich an Kostenträger, Politik und Fachöffentlichkeit. Sie beschreibt Zeitplan, Kennzahlen und die technische Grundlage für Skalierung.

Das Stufenmodell.

Stufe 01 · abgeschlossen Ende 2024

Scenario-Scoping-Workshop

Gemeinsam mit unserem Partner haben wir in die Zukunft der Anamnese geschaut und von dort aus konkrete Konzepte und To-dos definiert.

  • Analyse des Ist-Zustands
  • Potentialanalyse
  • Offenes Brainstorming und Evaluierung
Stufe 02 · abgeschlossen Q1 – Q2 2025

Konzeptphase, Partnering und Vorbereitung

Wie wollen und können Eltern im Wartezimmer kommunizieren, wie ungestört beantworten sie Fragen? In der Detailkonzeption haben wir uns intensiv mit vielen Fragen auseinandergesetzt und Partner aus Wissenschaft, Lehre und IT an einen Tisch gebracht.

  • Detailkonzept
  • Roadmap, Planung, Projektfilm und Kommunikation
  • Kommunikation mit Partnern
Stufe 03 · abgeschlossen Q3 2025 – Q2 2026

Development und Testing

Entwicklung digitaler Assets und Hardware-Evaluation.

  • Design und Umsetzung von Secure Clouds und Datenmodellen
  • Entwicklung des digitalen Posters, der Survey-App und der Anamnese-App
  • Abstimmung und Testing
Stufe 04 · in Vorbereitung Q4 2026

Pilotphase in 10 Praxen

Digitale Poster im Wartezimmer, Nutzung über die Geräte der Familien, Rückmeldung aus dem Praxisalltag. Ziel ist nicht Reichweite, sondern Erkenntnis: Funktioniert der Ablauf unter realen Bedingungen?

  • Ausstattung und Betreuung der Pilotpraxen
  • Quartalsweise anonymisierte Nutzungsstatistik
  • Strukturierte Rückmeldung der Praxisteams
Stufe 05 · geplant Parallel ab Q4 2026

Studie: Auswertung, Evidenz & Skalierung

Wissenschaftliche Auswertung der Pilotdaten, Bewertung des Nutzens und – auf dieser Grundlage – Entscheidung über die Ausweitung. Erst Evidenz, dann Fläche.

  • Auswertung unter der Leitung von Dr. med. Christina Lampe
  • Aufbereitung für Kostenträger und Fachgesellschaften
  • Skalierungskonzept für weitere Praxen und Regionen
Stufe 06 · Ausblick ab 2027

Weitere Vorsorgeuntersuchungen und Indikationen

Die Plattform ist modular gebaut. Weitere Indikationen und weitere Vorsorgeuntersuchungen sollen ergänzt werden, ohne den Ablauf für Familien und Praxen zu verändern.

  • Neue Merkmalsmodule ohne Umbau des Frontends
  • Anbindung weiterer wissenschaftlicher Partner
  • Erweiterung der Allianz um zusätzliche Akteure
Formulare, Laptop und ein schlafendes Kind auf einem Tisch
Der Weg zur Diagnose ist heute vor allem ein Weg durch Papier und Zeit.

Evidenz

Was gemessen wird – und was ausdrücklich nicht.

Belastbare Aussagen brauchen Zahlen. Vertrauen braucht die Zusicherung, dass diese Zahlen niemanden identifizierbar machen. Beides ist möglich.

Kennzahl 01

Nutzungshäufigkeit

Wie oft wurde das System genutzt – pro Quartal, pro Pilotpraxis, aggregiert und ohne Personenbezug.

Kennzahl 02

Auffälligkeitsrate

Wie oft ergab die Auswertung einen Hinweis. Diese Rate ist die Grundlage für jede Aussage über den Nutzen des Verfahrens.

Kennzahl 03

Praxistauglichkeit

Qualitative Rückmeldung der Praxisteams zu Ablauf, Zeitaufwand und Nutzen im Gespräch mit Familien.

Nicht erhoben werden personenbezogene Daten zu Familien oder Kindern, keine Verläufe einzelner Nutzungen und keine Daten, die eine Wiedererkennung erlauben. Die Statistik ist ein Summenwert, kein Register.